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Safar

Sáfár, Leslie B.

9. Dan American JKA Karate Association

Sáfár-sensei ist eine Ausnahmeerscheinung unter den großen Meistern des Shotokan. Als einer von drei Nichtjapanern hat er den einzigen Instruktorenkurs, den die JKA außerhalb Japans durchgeführt hat, erfolgreich absolviert

Geboren in Ungarn emigrierte Sáfár-sensei in Folge des Budapester-Aufstandes in die USA. Dort begann er 1960 mit dem Karate-Training unter Siguria-sensei, einem Absolventen der berühmten Takushoku-Universität. 
Um Karate-Dõ in der Welt erstmals zu verbreiten sandte die JKA in dieser Zeit erstmals ihre besten und fähigsten Instruktoren nach Amerika und Europa, um dort die Kunst zu unterrichten.
In Folge dieser Expansionspolitik kamen unter anderem die Meister Nishiyama, Okazaki und Mikami in die USA, um in den verschiedenen Regionen Shotokan-Karate zu unterrichten. Nishiyama-sensei war neben Nakayama-sensei einer der Gründerväter der JKA und leitete den ersten Instruktorenkurs aus dem so bekannte Karategrößen wie Enoeda-sensei und Kanazawa-sensei hervorgingen.

Um Karate-Dõ in Amerika weitflächig verbreiten zu können beschloss man einheimische Instruktoren auszubilden. Vor diesem Hintergrund wurden von Nakayama-sensei aus über 200 Kanditaten 20 Bewerber ausgewählt, von denen letztendlich nur drei Kanditaten die dreijährige Fulltimeausbildung erfolgreich abschlossen. Ein vergleichbares Projekt wurde von der JKA in späteren Jahren leider nirgendwo auf der Welt wiederholt. Aus kommerziellen Gründen beschränkt man sich vielmehr darauf, junge japanische Instruktoren in alle Welt zu schicken.

Es ist immer ein ganz außergewöhnliches Erlebnis mit einem Absolventen des legendären JKA-Instruktorenkurses zu trainieren. Bei Sáfár-sensei hat dieses Erlebnis aber eine ganz besondere Qualität, da er eben kein Japaner ist. Man kann mit eigenen Augen sehen, dass das exzellente technische Niveau der Japanern nicht angeboren ist, sondern vielmehr  durch hartes Training erworben werden kann.

Sáfár-sensei hält in seinem Unterricht nichts zurück und ist stets bemüht neben der jeweiligen Technik auch Verständnis für die grundlegenden Prinzipien zu entwickeln,  die hinter den Techniken des Shotokan-Karate stehen.

Durch die Anstrengungen der Meister Nakayama, Nishiyama und Okazaki ist unser Stil wie kein anderer wissenschaftlich hinterfragt worden. Die biodynamischen Prinzipien, die hinter den Techniken stehen wurden genau erforscht und die Techniken daraufhin verändert und optimiert. An der Universität von Long Island war Sáfár-sensei höchstpersönlich an diesen Forschungsprojekten beteiligt.
Sáfár-sensei behält dieses Wissen nicht für sich, sondern unterrichtet authentisches Shotokan-Karate in der ganzen Welt.

Vor zwei Jahren kehrte er mit mittlerweile 40jähriger Erfahrung im Karate-Dõ nach Ungarn zurück und baute dort, anknüpfend an die Erkenntnisse der Forschungen in den USA, einen Instruktorenkurs in der Tradition seiner eigenen Ausbildung auf.

Im Oktober 2000 hatten wir erstmals die Gelegenheit Sáfár-senseis Training kennenzulernen und waren auf Anhieb von seiner Offenheit und seinem absoluten Bemühen um Fortschritt bei den Schülern begeistert. Der Wind seiner über 40jährigen Erfahrung war deutlich zu spüren.
Im August 2001 nahm Sáfár-sensei bereits zum zweiten Mal als Gastinstruktor am Gasshuku in Zalaegerszeg in Ungarn teil.